Interlinguale Kommunikation hätte man erleben können, aber der New Yorker Herr hat doch die lautere, ja sogar sehr penetrantere Stimme und alle anderen, der eine Franzose und die Russin zogen mit, sprachen gebrochenes englisch, genau nicht schlechter wie der grauhaarige New Yorker. Es ging thematisch von einem Großkonzern zum nächsten. Keine zuhörbare Themen. Sie sitzen sich mit teuren Notebooks vor den Nasen gegenüber, essen Vegan und ertragen sich überhaupt nicht. Der New Yorker habe kein mobiles Telephone, die anderen finden das toll, super, ihn großartig, sogar bemerkenswert. Denn er habe nur ein Telefon, ein festes in New York. Aber bestimmt sind es nur seine wuscheligen Haare, dass er seit Jahren in Deutschland lebt und noch immer kein Wort deutsch kann und München aller anderen Ortschaften Deutschlands vorzog. Hassen tun sie sich gegenseitig sehr. Genau deswegen unterhalten sie sich. Es ermüdet, ich will doch nur in Ruhe mein Mohnkuchen essen, den Kaffee trinken und das eine kurze Buch lesen, nicht denen zuhören müssen.
Somit zahle ich, nachdem ich schnell den Kuchen wegaß, bewegte mich in Richtung Park um denn da die Ruhe zu erhaschen. Es gelingt. Unter dicken Bäumen, an einem langsam laufenden Flusslauf sitze ich auf einer Bank und lausche den Bäumen, den Tierchen und den vorbeiziehenden Leutchen.
Doch dann ereilt mich ein überrumpelnder Bewegungsdrang und ich laufe, laufe die Parkanlage entlang, hin und zurück. Und ich sehe Menschen über Menschen, einmal auf dem einen Stück Wiese, dann auf dem anderen. Sie sind viele und die Ruhe wird zur Unruhe. Alle machen mit, keiner ist woanders, alle liegen sie neben dem New Yorker, dem arroganten Franzosen und der in der Schweiz lebenden Russin. Sie bilden ein riesigen Ball an unerträglicher Menschenmasse.
Ich verlasse den Park, verlasse die Stadt, verlasse diesen Haufen Menschen. Und die Sonne lässt nicht nach.




































