Ein Eiskristall schwebt hernieder, langsam vor sich, flatternd im leicht säuselnden Wind und erreicht meine Nasenspitze, auf der dieser sich dahinschmelzend in die kleinen Hautporen verkriecht. Unerwarteter Geruch steigt plötzlich auf, eröffnet sich und gibt meinem Ich wieder die Erfahrung des längst vergessenen, fast verlorenen Sinnes für diese langsamen Gerüche. Der Staub, der feine graue Staub von den Dächern der Großstadthäuser macht sich breit, die silbernen Klingklangs ziehen ihre Bahnen, die violetten Getierausdünstungen springen einem wieder entgegen. Das alles macht einem Vergessen, daß einige Minuten zuvor die Leute einem Gegenüber in den Bars der Welt unentwegt die Sprache der Computer besprachen, Neuerwachsene sich nicht wirklich in großer Gruppe platzierten, Raucher in einem sehr kleinen Raum, dessen Wände Licht wie Brüste trugen, muskulös bepackt, braun gebräunt, aufgespritzt in den Ecken lungerten, wo sie sonst eigentlich so gar nicht in diesen Ecken lungern würden und daß diese feucht windige Luft einem die Finger zum frieren brachte. Dieser unaufregende Donnerstag in der Stadt ist auch nun vergangen, die sich zielvoll dahin Bewegenden marschieren dem nächsten Tag entgegen, die Lichter eröffnen den Sinnen Neuigkeiten von gestern, heute und morgen.
Es riecht, riecht und riecht angenehm, unangenehm und der Kopf zersägt sich im Inneren zu einer Geruchsmixtur.
