21.August
Ist das Stück groß genug?
Ehm, nein viel zu klein, können sie noch etwas dranschneiden?
Kann ich machen, aber ich kann ihnen genauso davon abraten.
Ach, vielleicht haben sie recht. Wobei, ein wenig mehr wäre schon gut.
Dann nehmen sie also noch was dazu. So die Hälfte vom Ganzen dazu?
Oh ja. Warten sie! Ich nehme die Hälfte von der Hälfte vom Ganzen dazu.
So viel?
Genau, dann habe ich beides, ihrem Rat irgendwie gefolgt und mehr bekommen.
Wenn sie meinen. Möchten sie denn dann noch etwas?
Mhm, ja ich nehme noch was davon. Aber bitte nicht so viel.
Wieso?
Das ist beim letzten Mal schlecht geworden. Da habe ich auch die Hälfte von der Hälfte…
Da haben sie mehr genommen?
…Na die Hälfte der Hälfte vom Ganzen mehr!
Das hätten sie nicht tun dürfen! Da nimmt man nicht mehr, das wird immer schlecht.
Jetzt weiss ich es ja auch.
Sonst noch etwas?
Genau zwei Schluck von dem großen Stück da, bitte!
Wird gemacht. Zwei Schluck! Jetzt ist es ein klein wenig mehr geworden.
Das macht nichts, so lange es kein weiterer Schluck ist.
Nein, nein, keines Wegs. Ist nur so ein ganz kleiner, weniger als die Hälfte geworden.
Ach, das geht schon. Zur Not kann ich es mit einer Messerspitze von dem Stück hier mischen, das wird dann ein richtiges Festmahl für mich. Vielen Dank! Bis nächste Woche, dass sie mir nicht die Ratschläge an Andere vergeuden.

20.August
Mit ein bisschen Brot und Spucke kann man so einiges am Haus reparieren, dachte sich der kleine Karl. So tat er es auch. Er spuckt was das zeug hielt in jede Ecke, an jede Wand, überall hin, dass auch wirklich alles mit seiner Spucke bedeckt wurde.
Danach klaute er Brote beim Bäcker und zerkrümelte diese auf seiner Spucke.
Einige Tage später fing es an zu riechen und der kleine Karl verliess das Haus für immer.

19.August
Am schwarzen Brett ist ein kleiner Löffel angepriesen. Es hängt der Zettel schon ein gute Weile da am Brett, das ist deutlich erkennbar an seiner vergilbten Farbe. Scheinbar will keiner diesen kleinen Löffel, selbst dafür, dass er verschenkt werden soll. Aber vielleicht hat nur noch keiner den Zettel entfernt und der Löffel ist schon seit langer Zeit verschenkt.
Der gute Herr Dick denkt sich aber, man kann trotzdem mal anfragen, denn verlieren kann man dabei ja nichts. Er notiert sich gleich die Adresse und die sonstigen Daten vom Zettel und macht sich gemächlich auf den Weg zu den Löffelverschenker. Das Verschenken an sich ist schon sehr aus der Mode gekommen und vielleicht können die Leute einfach keine Geschenke mehr annehmen, denkt sich auf dem Weg zum Löffel der Herr Dick.
Beim Löffelverschenker angekommen, klingelt Herr Dick dezent zweimal, um nicht die Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich zu ziehen. Der Löffelverschenker öffnet die Tür und wirkt sehr verwundert.
„Haben sie den Löffel noch? Oder doch schon abgegeben?“
„Welchen Löffel?“
„Den Löffel vom schwarzen Brett!“
„Oh ja, das habe ich ja glatt vergessen. Den Löffel habe ich noch nicht verschenkt. Da kam ewig keiner und so habe ich ihn voll vergessen.“
„Kann ich den dann haben?“
„Wie viel wollen sie denn zahlen?“
„Wie? Den Löffel haben sie doch als Geschenk angepriesen.“
„Ja, das ist doch schon sehr lang her. Mittlerweile kostet der Geld.“
„Wenn das so ist, dann nehme ich den Löffel nicht.“
„Jetzt machen sie mich aber traurig. Endlich kommt mal einer und dann will er den guten Löffel doch nicht.“
„Ja, aber als Geschenk, aber nicht gegen Bezahlung.“
„Sie müssen den jetzt aber schon nehmen!“
„Nein, das mache ich nicht. Guten Tag!“
Herr Dick dreht sich von der Tür des vermeintlichen Löffelverschenkers und will sich auf den Weg nach Hause machen, in dem Moment springt der Löffelverschenker aus der Tür auf Herrn Dick und kitzelt ihn, dass Herr Dick ewig lang lachen muss.
„Jetzt müssen sie den Löffel definitiv nehmen, denn nicht jeder wird von mir gekitzelt.“
Herr Dick reicht dem Löffelverschenker sein Portmonee und der nimmt sich reichlich, genau eins achtundzwanzig. Der Löffelverschenker wirft dem Herrn dick noch den Löffel auf den Boden und knallt hörbar laut die Tür, dass alle Nachbarn ihr Türen öffnen.
„Sind sie der Herr, der den Löffel haben wollte?“
„Ja, aber geschenkt wollte ich den Löffel.“
„Nun haben sie ihn aber bezahlt. Jetzt müssen sie auch sehr vorsichtig sein. Sie dürfen den Löffel nicht kaputt machen!“
„Er ist aber bezahlt, ich wollte ein Geschenk, ein Löffelgeschenk!“
„Jetzt seien sie aber zufrieden! Ansonsten rufen wir die Polizei oder sogar die Wehrmacht.“
„Jawohl, ich nehme den Löffel und halte ihn in Ehren.“
„Das wollen wir gemeint haben und jetzt verschwinden sie.“
Mit diesen Worten knallen alle Nachbarn ihr Türen, dass die Wände wackeln.
Herr Dick nimmt den Löffel, der schon sehr angerostet und eigentlich nicht mehr als solcher zu gebrauchen ist. Herrn Dick tränen die Augen. Gern würde er den Löffel in irgend einen Müll werfen, doch die Angst hindert ihn daran. Seine Tränen tränen weiter.

18.August
Dreizehn Steine lagen am Wegesrand. Es könnten aber auch zwölf gewesen sein. So recht konnte sich kurze Zeit später keiner mehr erinnern, denn diese Zahl war für alle Beteiligten eine viel zu Hohe, die nicht mehr zählbar war für sie. Zehn war eine Zahl die so einige noch mitnehmen konnten, aber mehr ging bei denen dann aber auch nicht.
Wie dann so der Wind kam waren dies Steine am Wegesrand verschwunden, alle samt. Erst wunderte sich keiner darüber, kurz dadrauf waren alle irritiert, denn es fehlte doch was am Wegesrand. Die Steine waren verschwunden. Alle machten sich daraufhin au dem Weg sie zu suchen. Einige fragten die Felsen in der Ferne, andere fragten das Geröll neben den Restaurants auf den Wegen, wiederum andere fragten den Schutt der Haufen bei den Nobelhotels. Keiner wusste was von diesen Steinen. Niemanden sind dies aufgefallen, vielen war nicht klar von vielen Steine die Rede war.
Nun kamen doch einige auf die Idee den Wind zu fragen. Der Wind zögerte erst mit der Antwort, gab dann aber die richtige Preis.
Alle waren daraufhin überglücklich die Antwort erfahren zu haben.

17.August
Den Sommer will die A. unbedingt nutzen und stellt ihr Zelt bei argen Schneetreiben neben all den vielen anderen Zelten auf dem Zeltplatz bei einem See inmitten Bayerns auf. Mit kurzer Hose stapft sie durch den Meter hohen Schnee zu den Waschräumen, wäscht sich von der hohen Anstrengung ein Zelt für zwei Personen aufgestellt zu haben den Schweiss vom Leib, putzt sich die Zähne und kleidet sich für einen ordentlichen Grillabend entsprechend ein. Das Treiben der Flocken hat nachgelassen. Die Abendlaternen der vielen Zeltplatzbewohnern leuchten dreist gen dem sich zeitlich nähernden Sternenhimmel. Es herrscht ein reges Stimmengewirr unter den Leuten. Der Wind pfeift hinzu, die Temperatur steigt.
A. und ihre Freundin S. (einer ihrer zuverlässigsten und längsten Wegbereiterin, die sie aus uralten Tagen von ihren großen Ausflügen in die Münchener Nachtwelt her kennt; um genau zu sein währt ihre Freundschaft schon geschlagene 3 Wochen) platzieren sich mit einem Einweggrill genau vor ihrem Zelt, heizen diesen langsam aber beständig an und legen viele nette tiefgefrorenen Speisen, wie zum Beispiel Erdbeeren, eine kleine Pizza und als Beilage Blätterteigstücke auf diesen. Zu den Grillspeisen trinken sie beide einen guten Schluck einer billigen Sorte vom schlechtesten Whisky den sie hätten auf dem Weg zum See im Schnee bekommen können.
Während sie ihre so gut durchgegrillten Speisen verspeisen fliegen allmählich die gemeinen Schneestechmücken vom See her ihnen entgegen, um sie und die anderen Zeltplatzgäste dann auch bald, in den nächtlichen Stunden zu stechen. Noch blenden die Laternen und aufgestellten Einweggrills diesen Stechtieren, dass sie sich schützend hinter den um den Zeltplatz umliegenden Büsche verstecken. A. und S. trinken noch weiter Schlücke ihres Whiskys und legen sich auch alsbald Schlafen, denn die Temperatur steigt mehr und mehr und die schöne weisse Landschaft wird mit der erhöhten Temperatur folglich schmutziger, so dass deren Anblick den beiden nicht mehr gefallen kann. Hinzu erlöschen auch pö a pö die Laternen, dass auch nicht mehr viel ersichtlich wird. Sie freuen sich schon auf den Neuschnee am Folgetag und den zugefrorenen See, dass sie sich dann so richtig erholen, im Schneetreiben sonnenbaden, mit einem Mietruderboot auf dem See überallhin rudern können.
Den Einweggrill lassen sie langsam ausgehen, ihrer Zeltlaterne erlischt von allein und ihre Zeltvorrichtung ist vor jeglicher Art Mücke schützend, so dass sie einen ruhigen Schlaf haben können, ohne dass sie zerstochen werden.
